NewMoonMunich2016May7th-9pm

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Neumondsichel Mai 2016

Wegen des schönen Wetters war es am Samstag Abend möglich noch schnell die schmale Mondsichel (im Fernrohr) zu erhaschen. Nach dem Neumond vom 06.Mai 2016 um 21:30 war für den 7.Mai Abends mit dem Erscheinen der Mondsichel zu rechnen. Die Bedingungen waren aber nicht besonders gut. Die Deklination des Mondes war relativ flach zum Horizont.

Und tatsächlich gab es eine Chance für den 7.Mai um 21:01 in “meiner Sternwarte”, die extra für Mitglieder offen war. Vom Grillabend nahtlos zu Beobachtung. Ich war ziemlich spät dran. Unter perfekten Bedingungen und mit optischer Hilfe war Mondsichel, die nur zu 1,5% beleuchtet war, schon am Refraktor eingestellt.  Es galt den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn die Sonne bereits weit genug unter dem Horizont steht, der Mond aber noch nicht allzu tief im Horizontdunst verschwindet oder von einem nahen Hochaus verdeckt ist.

Mit dem Fernrohr ist sie Sichel zu sehen. Auch am 18 cm Refraktor mit 3 m Brennweite (achromatischen Objektiv nach Fraunhofer) in der Holzkuppel mit 3,5 m Durchmesser klappte es natürlich. Die super dünne Mondsichel war im nachgeführten Fernrohr zu erkennen. Schwach, aber sichtbar, wirklich schön und elegant. Ooops, der Mond war kurz weg, ich  fand die Sichel aber wieder. Nun das zweite Problem. Kameradapter auf 2″ auftreiben. Alles montiert, Liveview eingestellt und ich sehe – das unerwünschte Hochaus.

Zweiter Anlauf. Nächster Tag, Sonntag 8. Mai etwa selbe Zeit, bei mir um die Ecke mit dem Fahrad und 300 Tele. Hintergrund Schloss Blutenburg. Kein Problem, Sichel ist nun mit blossem Auge zu sehen.

Detailangaben

  • Kategorie: Planeten
  • Art der Aufnahme: Digitalfoto
  • Optik: Canon EF70-300 mm
  • Öffnung in mm: f/4 bis f/5.6
  • Brennweite in mm: 70-300 mm
  • Kameramodell: Canon EOS 60Da
  • Filter: Baader Sonnenfilter
  • ISO-Zahl: 100
  • Belichtungszeit: 1/20 s
  • Datum: 08/05/2016
  • Uhrzeit: 21:00 – 21:00
  • Zeitzone: MESZ
  • Ort: München

 

InfinityLivestacking mit langer Brennweite

Danach machte ich noch ein paar Bilder am 40 cm Schmidt-Cassegrain Spiegelteleskop mit 4 m Brennweite aus der Rolldachhütte mit der Infinity Livestacking. Mit einem unspezifiziertem Reducer wurde die Brennweite vermutlich auf ca. 2400 mm verkürzt. Es war ziemlich windig und die Montierung führt erfahrungsgemäss nur ca. 15 s genau nach. Zum Vergleich von Nachführung (M82 20 sec war schon über Grenze) und Optik (nicht wirklich photographisch optimiert,) habe ich dieselben Objekte am nächsten Tag auf meiner Garagensternwarte aufgenommen, mit meinem gutmütigen 8o mm 600 mm TMB f/7.5 Apo auf einer AZ-HQ6. Beides ohne Guiding.

Hier M57,  Whirlpool Galaxy M51 am 40 cm Schmidt-Cassegrain Spiegelteleskop (9 sec) und dem 8o mm 600 mm TMB f/7.5 Apo auf einer AZ-HQ6.